Planung des Studiums

Veranstaltungstypen

Orientierungsveranstaltung (OV)
Block- oder semesterbegleitende Veranstaltung zu Beginn des Studiums. Sie soll die Eingewöhnungsschwierigkeiten verringern helfen, die beim Studienanfang sowohl fach- und hochschulbezogen als auch das soziale Umfeld betreffend auftreten können. In einer OV werden Fragen und Probleme des Faches, der Berufsmöglichkeiten, der Hochschulselbstverwaltung, der studentischen Interessenvertretung, der Arbeit in Kleingruppen behandelt.
Neben der Orientierung zu Beginn des Studiums gibt es an manchen Fachbereichen eine Orientierung zu Beginn des Hauptstudiums über die Vertiefungsrichtungen.

Vorlesung (V)
Sie besteht im wesentlichen aus einem Vortrag. Soweit es sich um eine Einführungsveranstaltung handelt, gibt sie einen Überblick über ein bestimmtes Gebiet. Es besteht die Möglichkeit, Zwischenfragen zu stellen; dies kann jedoch bei Großvorlesungen mit mehreren hundert Anwesenden schwer fallen.
Experimentalvorlesung
Eine Veranstaltung in der Form einer Demonstration mit praktischen Versuchen vor einer größeren Zuhörerschaft.

Seminar (S)
Veranstaltung mit überschaubarer Teilnehmerzahl, in der eine aktive Form des gemeinsamen Erarbeitens oder Austausches von Arbeitsergebnissen über Diskussionen und Referate stattfinden sollte. Gleichwohl gibt es auch häufig überlaufene Seminare, in denen die Arbeitsbedingungen nicht so ideal sind, wie oben dargestellt. Zu unterscheiden sind:
Proseminar (PS): für Studierende in Anfangssemestern
Haupt- und Oberseminar (S): für Fortgeschrittene
Doktorandenseminar (DS): für Doktorandinnen und Doktoranden.
Meistens ist es erforderlich, sich vor oder bei Beginn der Lehrveranstaltung in eine Teilnehmerliste einzutragen.

Übungen (Ü)
Sie finden überwiegend als Ergänzungsveranstaltungen zu Vorlesungen in kleineren Gruppen statt. Dort wird der in der Vorlesung behandelte Stoff an Aufgaben exemplarisch geübt. Die Teilnahme ist in der Regel die Voraussetzung für einen Leistungsnachweis.

Kolloquium (K)
- Nach dem Wortlaut und der ursprünglichen Intention ein Gespräch zwischen Studierenden und Lehrenden über ein vom Studierenden besonders vorbereitetes Stoffgebiet. Mittlerweile werden Kolloquien allerdings auch zu reinen Prüfungen, deren Bestehen Voraussetzung ist für die Aufnahme oder Fortsetzung eines Praktikums und gar des Studienganges. In einigen Fällen werden die Kolloquien schriftlich durchgeführt.
- Außerdem als eine besondere Lehrveranstaltungsform ohne Leistungsnachweis bekannt, z. B. Examenskolloquium.
- Vortragsreihe über ein spezielles Thema mit eingeladenen Experten.

Tutorium (T)
Eine ergänzende Lehrveranstaltung in Kleingruppen zur Vertiefung eines abgegrenzten Themas. Die überwiegende Arbeitsform ist die Diskussion. Tutorien werden von wissenschaftlichen Mitarbeitern / Mitarbeiterinnen oder von Studierenden angeleitet.

Kurs (Ku)
Veranstaltungsreihe in Unterrichtsform von aufeinanderfolgenden Themenkomplexen.

Praktikum (P)
In einem Praktikum werden Theorie und Praxis zusammen er- und gelernt. Hier werden Versuche angeboten, die in die spezifische Arbeitsweise der betreffenden Studienfächer einführen. Die den Versuchen zugrunde liegenden theoretischen Kenntnisse erwirbt man sich durch Literaturstudien. Man lernt hier also einerseits die Zusammenhänge zwischen Theorie und Praxis durch eigene selbständige Arbeit kennen, andererseits wird die Gruppenarbeit gefördert. Der Veranstaltungstyp "Praktikum" ist nicht zu verwechseln mit den Betriebspraktika.

Exkursion (E)
Auch diese Veranstaltungsform gehört zu den praxisbezogenen Ergänzungen einiger Studienfächer. Hierunter kann eine Besichtigung oder ein Geländepraktikum verstanden werden. In einigen Studiengängen sind Exkursionen Pflichtbestandteil.

Der erfolgreiche Besuch der Lehrveranstaltungen eines Semesters wird durch Studienleistungen und Prüfungsleistungen kontrolliert und nachgewiesen. Neben der Bewertung im Rahmen des Notensystems wird der jeweilige Lernaufwand mit Leistungspunkten (CP) bemessen.